WM Aachen: Nochmal Gold für deutsche Voltigierer

Team NORKA gewinnt die Gruppenkonkurrenz

Nach dem Medaillen-Triple bei den Damen und Bronze bei den Herren haben die deutschen Voltigierer ihren Erfolg durch Gold in der Gruppenkonkurrenz komplettiert. Auch im Kürdurchgang konnte sich das Team NORKA vom VV Köln-Dünnwald mit ihrem Westfalen Ecuador NRW und Longenführerin Alexandra Knauf gegen die mitfavorisierten Franzosen durchsetzen. Dritte wurde die Gruppe aus Österreich.

 

„Das ist krass. Ich denke, wir hatten alle Bock heute, wir waren alle top motiviert, aber sicher sein kann man sich nie“, sagte Teammitglied Gianna Ronca, nachdem der Sieg feststand. „Wir hatten gute Voraussetzungen nach der Pflicht, wir waren uns sicher, unser Pferd würde das heute top machen und Alex [Knauf] erst recht. Trotzdem war das Pferd aufgeregt, wir waren alle super aufgeregt. Aber das ist jetzt vorbei, wir haben es geschafft und es ist einfach unglaublich!“ Mit ihr gingen Bela Lehnen, Yara Jolie Scheel, Philipp Goroncy, Larina Herpertz und Fabio Ring in den Zirkel.

 

Flüssig und mit großer Präzision lieferten die Kölner ihr Programm ab und ließen selbst die schwierigsten Übungen spielerisch leicht aussehen. Allerdings: von nichts kommt nichts. „Ich glaube, die Trainingsstunden, die könnten wir hier nicht aufzählen“, sagte Ronca. „Seit 2023 versuchen wir uns so zu formen, wie wir jetzt sind. Früher hatten wir Calidor, jetzt haben wir Ecuador schon zwei Jahre mit Alex an unserer Seite. Ja, wir haben unfassbar hart trainiert, wir haben einiges an Schweiß und an Tränen hinter uns gelassen, einiges an Druck und an Hindernissen überwunden, um jetzt hier zu stehen und es geschafft zu haben!“

 

Auch im Voltigieren geht nichts ohne das Pferd. „Ecuador war schon ein bisschen angespannt heute, vor allem so in der ersten halben Minute, würde ich sagen“, schilderte Longenführerin Alex Knauf die finale Kür aus ihrer Sicht. „Aber dann habe ich versucht, so ein bisschen eine Verbindung zu ihm herzustellen und das hat ganz gut geklappt. An dem ersten Dreierblock lief er dann fantastisch und war auch super entspannt. Ja, ich bin super stolz auf ihn!“

 

Die Silbermedaille sicherte sich im mit 6.500 Zuschauern ausverkauften Stadion 3, dem sonstigen Dressurstadion, das für die Voltigier-WM überdacht wurde, die Mannschaft aus Frankreich. Beim Kopf-an-Kopf-Rennen um Bronze setzte sich das Team Österreich gegen Italien durch. Nicht nur das deutsche Team, sondern auch die anderen Medaillengewinner waren übrigens mit Pferden aus deutscher Zucht unterwegs. Die Franzosen starteten mit dem Hannoveraner Fürst Fridolin HDC (v. Fürst Bellisaro), die Österreicher brachten ebenfalls einen Hannoveraner an den Start, den Borsalino-Sohn Broadway NH. Pferdesport Deutschland/Hb/mly

 

Alle Infos zu den Teams in Aachen, zum Wettkampfmodus und zu den TV-Zeiten gibt es unter www.pferdesport-deutschland.de/wmaachen2026.

 

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