100 Schulpferde plus Challenge: Große Bühne für Schulpferde bei der WM in Aachen

Mannschafts-Weltmeister Raphael Netz unterstützt als Richter

Einmal dort reiten, wo in diesen Tagen die besten Reiterinnen und Reiter der Welt um Medaillen kämpfen: Dieser Wunsch ist für 16 Kinder und Jugendliche und ihre Schulpferde am Sonntag bei den Weltmeisterschaften 2026 in Aachen Wirklichkeit geworden. Im Rahmen der „100 Schulpferde plus Challenge“ gehörte das Stadion 2 dem reiterlichen Nachwuchs und vor allem den Pferden, die für viele Menschen den Einstieg in den Pferdesport überhaupt erst möglich machen.

 

Die Challenge war Teil von „100 Schulpferde plus“, einer Initiative von Pferdesport Deutschland und der Reit-WM Aachen 2026. Im Vorfeld hatten sich Reitschulen und Vereine aus ganz Deutschland für die Teilnahme beworben. Am Sonntag traten die ausgewählten Paare schließlich in einem Reiter-Wettbewerb an. Geritten wurde in zwei Abteilungen, die separat bewertet und platziert wurden.

 

Freude und Stolz im Sattel

Dabei ging es an diesem Vormittag um weit mehr als Noten und Platzierungen. Die besondere Atmosphäre einer Weltmeisterschaft, die Freude der Kinder und Jugendlichen und der Stolz der mitgereisten Vereine und Familien prägten die Challenge. Für viele Beteiligte war bereits die Reise nach Aachen ein Erlebnis, das weit über einen gewöhnlichen Turnierstart hinausging.

 

Besonders auffällig: die große Begeisterung aller Teilnehmenden. Etwa Britta Berse, Inhaberin der Familien-Reitschule, die mit dem Schulpony Maximus und der jungen Reiterin Anna Margareta Heinlein angereist war, betonte vor Ort, wie wichtig die gelebte Wertschätzung für Schulpferde sei. Umso mehr begrüße sie es, dass diese Pferde im Rahmen einer Weltmeisterschaft einen eigenen Platz erhalten und damit sichtbar wird, welchen Beitrag sie jeden Tag für den Pferdesport leisten.

 

Vom Schulpferd bis zum Weltmeister

Eine besondere Verbindung zwischen Basis- und Spitzensport gab es auch am Richtertisch. Richterin und Bundesjugendwartin Heidi van Thiel, erhielt prominente Unterstützung von Raphael Netz. Nur wenige Tage zuvor hatte der Dressurreiter in Aachen mit der deutschen Mannschaft den Weltmeistertitel gewonnen. Bei der „100 Schulpferde plus Challenge“ nahm er sich viel Zeit für die einzelnen Nachwuchsreiterinnen und -reiter und ihre Ritte.

 

Damit wurde auf besondere Weise sichtbar, wofür die Initiative steht: Die ersten Erfahrungen im Sattel werden für unzählige Reiterinnen und Reiter auf Schulpferden gesammelt. Sie vermitteln reiterliche Grundlagen, Vertrauen und den verantwortungsvollen Umgang mit dem Pferd. Ohne engagierte Reitschulen und verlässliche Schulpferde wäre auch der Weg in den Leistungssport für viele nicht denkbar.

 

Zwei Siegerpaare in Aachen

In der ersten Abteilung setzte sich Anna Margareta Heinlein vom Familien-Reiterverein e. V. mit Maximus und der herausragenden Note 9,6 an die Spitze. Rang zwei ging mit der Note 9,0 an Sophia Bornemann mit Savanna vom RV Viersen e. V. Inja Marissa Kreienborg vom RV Neukirchen Prinz Friedrich Sigismund von Preußen e. V. erreichte mit Lucky und der Note 8,9 den dritten Platz.

 

Die zweite Abteilung gewann Theo Schumacher mit Obdurate vom RV Dortmund-Kirchlinde e. V. mit der Note 9,0. Auf Platz zwei folgte Charlotte Frinken mit Griet vom Reit-Therapie-Zentrum Weißer Bogen e. V. und der Note 8,8. Paula Wagener und Sumatra von der Etelser Reitgemeinschaft e. V. komplettierten mit 8,6 das Spitzentrio.

 

Sichtbarkeit für Reitschulen

Für die Initiative war die Challenge zugleich ein besonderer Moment innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit. „100 Schulpferde plus“ unterstützt Vereine mit Reitschulen nicht nur mit Förderleistungen rund um Schulpferdekauf, Ausstattung, Fütterung, Ausbildung und weitere Bereiche des Schulpferdebetriebs. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist es, den Schulpferden selbst mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegenzubringen und die Bedeutung der Reitschulen für die Zukunft des Pferdesports sichtbar zu machen.

 

Mit der „100 Schulpferde plus Challenge“ ist genau das mitten auf der Bühne der Reit-WM 2026 gelungen: Während in Aachen die Weltbesten um Titel und Medaillen kämpfen, gehörte für einen Vormittag die Aufmerksamkeit den Pferden und Reiterinnen und Reitern, bei denen Pferdesport für viele Menschen beginnt. Pferdesport Deutschland

 

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