Katharina Hemmer: „Manche sagen auch, dass ich die Sklavin von Denoix bin"
Team-Gold und Einzel-Bronze bei einer Weltmeisterschaft im eigenen Land: Für Katharina Hemmer und Denoix PCH wurde Aachen 2026 zum Schauplatz ihres bislang größten Erfolgs. In der neuen Folge des Pferdesport Deutschland Podcasts sprechen Hemmer und ihr langjähriger Trainer Hubertus Schmidt über ihren gemeinsamen Weg, die besonderen Momente der WM und die Menschen hinter den Medaillen.
Als Katharina Hemmer vor mehr als 13 Jahren ihre Ausbildung zur Pferdewirtin bei Hubertus Schmidt begann, haben beide nicht geahnt, wohin dieser Weg einmal führen würde. Heute zählt sie zur Weltspitze der Dressur und durfte sich in Aachen über Mannschaftsgold und Einzelbronze im Grand Prix Special freuen.
Der Erfolg kommt dabei nicht von ungefähr. Im Podcast sprechen die beiden über eine Partnerschaft, die über viele Jahre gewachsen ist und von gegenseitigem Vertrauen geprägt wird. Für Hemmer war früh klar, wie wichtig ihr Trainer für ihre Entwicklung sein würde. Rückblickend sagt sie: „Wenn Hubertus mir etwas versprochen hat, ist es immer so eingetroffen.“
Auch Schmidt findet deutliche Worte für die Leistungen seiner Schülerin. Er beschreibt Hemmer als „eine exzellente Reiterin“ mit einem „wahnsinnigen Nervenkostüm“ und betont, wie außergewöhnlich ihre Stärke im Wettkampf sei.
Während Hemmer im Viereck die Ruhe selbst ausstrahlt, erlebt ihr Trainer die Prüfungen deutlich emotionaler. Besonders die Minuten unmittelbar vor und während des Ritts seien eine Herausforderung: „Wenn sie da reitet, das ist eine Katastrophe. Ich hampel da rum, um auch keinen Herzklabaster bekomme“, erzählt Schmidt lachend und gibt offen zu, dass ihn das Zuschauen heute nervöser macht als viele seiner eigenen Championate.
Natürlich spielt auch Denoix PCH, im Stall liebevoll „Purzel“ genannt, eine Hauptrolle. Hemmer spricht über das besondere Verhältnis zu ihrem Sportpartner, der sich vom hochtalentierten Nachwuchspferd zum WM-Medaillengewinner entwickelt hat. „Es ist jeden Tag meine größte Freude, ihn zu reiten“, sagt sie über die Arbeit mit dem Ausnahmepferd.
Besonders bewegend sind ihre Schilderungen über den Moment, als die Bronzemedaille feststand. Statt an die Platzierung dachte Hemmer zunächst an die vielen Menschen hinter dem Erfolg. „Es war einfach eine unheimliche Dankbarkeit“, erzählt sie. Denn von Pflegerin, Tierarzt und Hufschmied bis hin zur Besitzerin Nancy Gooding sei die Medaille das Ergebnis einer echten Teamleistung.
Die Folge gibt persönliche Einblicke in die Geschichte hinter den WM-Medaillen, beleuchtet die besondere Beziehung zwischen Trainer und Schülerin und zeigt, warum große Erfolge im Pferdesport niemals allein entstehen.




























