Zweite Aktionswoche vom 12. bis 20. September
Die Aktionswoche von Vielfalt Pferd geht vom 12. bis 20. September 2026 in die zweite Runde. Ziel ist es, Menschen mit Pferden in Kontakt zu bringen und die gesellschaftliche Bedeutung des Pferdes stärker ins Bewusstsein zu rücken. Im Gespräch erklärt die Erste Vorsitzende Katharina Roth, warum dieses Anliegen nur gemeinsam mit Vereinen, Betrieben, Veranstaltern und Verbänden gelingen kann.
Viele Vereine, Betriebe und Verbände engagieren sich inzwischen für die Aktionswoche. Was hat sich aus Ihrer Sicht in der Pferdewelt seit der Premiere verändert?
Katharina Roth: Vor allem die Bereitschaft, gemeinsam an einem Thema zu arbeiten, das uns alle betrifft. Vor einem Jahr mussten wir noch sehr viel erklären. Heute erleben wir an vielen Stellen eine große Offenheit, wenn es darum geht, die Sichtbarkeit des Pferdes in der Gesellschaft zu stärken.
Immer mehr Vereine, Verbände, Betriebe, Veranstalter und Unternehmen erkennen, dass gesellschaftliche Akzeptanz keine Aufgabe einzelner Akteure ist. Es geht um ein gemeinsames Anliegen. Dieses Miteinander hat sich in den vergangenen Monaten enorm entwickelt und macht mich besonders optimistisch.
Welche Rolle spielen Kooperationen dabei?
Katharina Roth: Eine entscheidende. Die Herausforderungen, vor denen die Pferdewelt steht, lassen sich nur gemeinsam angehen. Deshalb freuen wir uns über die Zusammenarbeit mit Unternehmen, Veranstaltern, Zucht- und Sportverbänden sowie vielen engagierten Einzelpersonen.
Besonders wichtig ist uns dabei der Austausch innerhalb der gesamten Pferdebranche. Jeder bringt andere Erfahrungen und Perspektiven mit. Genau daraus entstehen Ideen und Projekte, die Menschen für das Pferd begeistern können.
Was bedeutet die Zusammenarbeit mit Pferdesport Deutschland?
Katharina Roth: Sie ist für uns sehr wertvoll. Pferdesport Deutschland verbindet Vereine, Betriebe, Turnierveranstalter und Verbände in ganz Deutschland. Dadurch können Ideen und Aktionen eine große Reichweite entwickeln.
Uns verbindet das gemeinsame Ziel, Menschen für das Pferd zu begeistern und die gesellschaftliche Akzeptanz rund um Pferdehaltung und Pferdesport nachhaltig zu stärken. Je mehr Akteure gemeinsam handeln, desto sichtbarer wird das Pferd in unserer Gesellschaft.
Vielfalt Pferd arbeitet mit zahlreichen Botschafterinnen und Botschaftern. Welche Aufgabe übernehmen sie?
Katharina Roth: Sie helfen dabei, Menschen zu erreichen und für das Thema zu sensibilisieren. Unsere Botschafter kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Pferdesports und aus pferdenahen Berufsfeldern. Das zeigt sehr schön, dass das Pferd viele Menschen verbindet, unabhängig von Disziplin, Verband oder beruflichem Hintergrund. Dieses breite Netzwerk hilft uns dabei, die Botschaft weiterzutragen und noch mehr Menschen zum Mitmachen zu motivieren.
Welche Rolle spielen Vereine und Verbände bei der Aktionswoche?
Katharina Roth: Sie sind der Schlüssel zum Erfolg. Die allermeisten Begegnungen zwischen Menschen und Pferden entstehen vor Ort: auf Reitanlagen, in Vereinen, in Zuchtbetrieben oder bei Veranstaltungen. Deshalb freuen wir uns besonders darüber, dass sich inzwischen zahlreiche Sport- und Zuchtverbände engagieren und die Idee unterstützen. Das zeigt, dass das Thema die gesamte Pferdebranche bewegt.
Welche Möglichkeiten haben Vereine und Betriebe, sich zu beteiligen?
Katharina Roth: Es müssen nicht immer große Veranstaltungen sein. Gerade die einfachen Formate sind oft besonders wirkungsvoll.
Ein Tag der offenen Tür, Ponyführen, ein Blick hinter die Kulissen eines Turniers, ein Schul- oder Kindergartenbesuch im Stall, „Kinder in den Parcours“ oder Kinder-Eskorten bei einer Siegerehrung: All das schafft Begegnungen und baut Berührungsängste ab.
Oft sind es die kleinen Erlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben und Begeisterung für Pferde wecken.
Sie blicken inzwischen auch über die deutschen Grenzen hinaus?
Katharina Roth: Unser Fokus liegt weiterhin auf Deutschland. Gleichzeitig erreichen uns Anfragen aus Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Dort beobachtet man ähnliche Entwicklungen und beschäftigt sich mit vergleichbaren Fragestellungen.
Das zeigt, dass die gesellschaftliche Sichtbarkeit des Pferdes viele Menschen beschäftigt. Unser Ziel bleibt jedoch unverändert: möglichst viele Begegnungen zwischen Menschen und Pferden zu ermöglichen.
Was wünschen Sie sich für die Aktionswoche 2026?
Katharina Roth: Vor allem viele Menschen, die mitmachen. Jede Aktion zählt. Ob ein Verein seine Anlage öffnet, ein Stall Kinder einlädt oder jemand einem Kindergarten aus einem Pferdebuch vorliest: Jede Begegnung hilft. Denn letztlich geht es nicht um einzelne Organisationen, sondern um eine gemeinsame Aufgabe: Menschen die Faszination des Pferdes näherzubringen und die Stimme für das Pferd in unserer Gesellschaft stärker hörbar zu machen.
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