WM Aachen: Bronze für Regine Mispelkamp

Dritte Medaille für deutsche Para-Dressur

Bei den Weltmeisterschaften in Aachen haben Regine Mispelkamp und ihre Dunkelfuchs Highlander Delight’s den Medaillensatz der deutschen Para-Dressurreiter komplettiert. In der Einzelwertung konnte sich die Deutsche Meisterin und Europameisterin die Bronzemedaille in Grade V sichern. Zuvor hatte es bereits Gold für Heidemarie Dresing in Grade II sowie Silber für Anna-Lena Niehues in Grade IV gegeben.

 

„Ich bin total happy mit meiner Bronzemedaille, natürlich will man gerne mehr, aber ich habe halt einen Fehler gehabt“, sagte Regine Mispelkamp, die im vergangenen Jahr bei den Europameisterschaften Gold in der Einzelwertung geholt hatte, nach der Siegerehrung. „Aber die ganze Veranstaltung ist ja auch noch nicht vorbei und wir greifen nochmal an. Er (Highlander Delight’s) ist einfach in topform, er hat so toll mitgemacht, es war so schönes Reiten und es hat so viel Spaß gemacht. Der Fehler geht auf meine Kappe, aber dass es noch Bronze geworden ist – mega!“, freute sie sich. Im Trab und Schritt lief alles perfekt, beim Angaloppieren waren ein paar Geräusche von außen – wie schon am Vortag bei ihrer Teamkollegin Heidemarie Dresing. Highlander Delight’s wurde etwas flott. „Daher habe ich den ersten starken Galopp nicht so losgeritten und da war unsere Verbindung kurz unterbrochen. Dann habe ich ihn zu stark vor die Rails gelenkt und er hat gedacht, er muss umspringen, das war mein Fehler“, erklärte Mispelkamp nach ihrem Ritt. Die Richter bewerteten ihren Ritt mit 72.974 Punkten. 

 

„Es ist natürlich schade, wenn Fehler passieren und besonders, gerade wenn äußere Einflüsse da auch ein bisschen für verantwortlich sind. Wir haben irgendwie immer so ein bisschen Pech hier mit den Geräuschen, gestern bei Heide mit dem Radlader, heute war irgendwas auf der Tribüne oben. Wir haben sensible Pferde, aber es ist wie es ist, da müssen wir mit umgehen, und natürlich bin ich zufrieden“, sagte die Bundestrainerin Silke Fütterer Sommer nach der dritten Medaille für das deutsche Para-Dressurteam. „Ich wäre natürlich noch ein bisschen glücklicher, wenn die Fehler nicht gewesen wären, aber so ist es trotzdem noch eine schöne Runde gewesen und gegen eine Silber- oder Bronzemedaille hat keiner was von uns“, sagte sie. Der Titel in Grade V ging an eine der bekanntesten Para-Dressurreiterinnen. Seit 2009 ist die Britin Sophie Wells im Para-Sport am Start, war Paralympics-Siegerin und mehrfache Welt- und Europameisterin. In Aachen präsentiert sie sich mit einem neuen Pferd, dem zehnjährigen Oldenburger MJS Gold Standard (v. Governor) und erzielte 74,949 Prozent. Auf dem Silberrang landete die dreifache Vizeeuropameisterin des Vorjahres, die Niederländerin Britney de Jong mit Caramba N.O.P. mit 73,154 Prozent.

 

Für die Para-Dressurreiter und -reiterinnen steht morgen und Samstag der Teamwettbewerb bevor. Morgen startet Heidemarie Dresing mit Poesie, ihre drei Teamkolleginnen Anna-Lena Niehues, Helen Brandt und Regine Mispelkamp starten am Samstag. Danach steht fest, wer Mannschafts-Weltmeister geworden ist. Sonntag geht es nochmal um Medaillen, dann starten alle in der Kür.  Pferdesport Deutschland/hb/evb

 

Was suchen Sie?

Suchformular