Britt Roth vor Hannes Ahlmann und Magnus Schmidt
An Britt Roth und Jeffrey führte in diesem Jahr einfach kein Weg vorbei: Nach ihrem Sieg im Einlaufspringen am Freitag setzten sich die beiden auch im Finale von Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Pferdesport und Holger Hetzel durch. Im Stechen verwiesen sie Hannes Ahlmann mit Madness und Magnus Schmidt mit Carl Gustav auf die Plätze zwei und drei.
Neun Paare hatten sich für das Stechen qualifiziert, sieben davon blieben erneut ohne Fehler. Für den deutschen U25-Springnachwuchs war es damit ein eindrucksvoller Auftritt auf der großen Bühne in Aachen. Besonders spannend wurde es im Kampf um die Podiumsplätze: Hannes Ahlmann und sein neunjähriger Hengst Madness benötigten 42,38 Sekunden. Magnus Schmidt und Carl Gustav kamen in 42,96 Sekunden ins Ziel. Britt Roth und Jeffrey legten als Schlussstarter noch einmal nach und sicherten sich mit der schnellsten fehlerfreien Runde den Sieg.
„Ich bin sprachlos. Jeffrey hat jetzt zwei Tage richtig mitgekämpft. Das war heute ein richtig cooles Stechen, es hat mega Spaß gemacht und ich bin total froh, dass ich ihn an meiner Seite habe“, sagte Roth unmittelbar nach ihrem Sieg. Für die 25-Jährige war es ein ganz besonderer Abschluss ihres U25-Jahres: „Dieses Jahr war einfach fantastisch. Es hat sich alles gesteigert – jedes Wochenende hat irgendwie das andere getoppt. Und jetzt hier so einen Abschluss in Aachen zu haben, ist einfach unbeschreiblich.“
Für Britt war es zugleich der erste Start im Aachener Stadion. Jeffrey, der sich in den vergangenen Monaten immer weiter auf diesem Niveau etabliert hat, zeigte sich auch von der großen Kulisse unbeeindruckt. „Wenn man in so ein Stadion reitet wie hier, ist er eher noch aus sich herausgekommen und über sich hinausgewachsen. Das spornt nochmal mehr an“, beschrieb Roth ihren Sportpartner. Und so darf der Blick bereits nach vorne gehen. Auf die Frage nach ihren weiteren Zielen antwortete sie ganz spontan: „Ich würde mich freuen, nochmal hier reiten zu können!“
Wie schon im vergangenen Jahr belegte Hannes Ahlmann den zweiten Platz. „Ich bin sehr stolz auf mein Pferd Madness“, sagte der 25-Jährige. Zum dritten Mal in Folge war er mit einem neunjährigen Pferd in Aachen am Start und schaffte es jedes Mal ins Stechen – zweimal davon auf Platz zwei. „Ich wusste, dass Britt als letzte Starterin im Stechen einfach momentan brutal stark ist“, sagte Ahlmann mit einem Augenzwinkern. Gleichzeitig blickt er optimistisch in die Zukunft: „Ich glaube, ich habe mit Madness ein richtig gutes Pferd an meiner Seite.“ Sein großer Traum ist es, irgendwann auch bei den Senioren beim CHIO Aachen an den Start zu gehen.
Dass die U25-Reiter in dieser Woche mitten im WM-Geschehen dabei sein durften, war für alle ohnehin etwas Besonderes, denn sie hatten die Möglichkeit, vom Blick über den Tellerrand zu profitieren. Richard Vogel, der gestern mit dem deutschen Team Mannschafts-Weltmeister wurde, ging am Freitag noch gemeinsam mit den U25-Finalisten den Parcours des Teamfinales ab. „Man guckt, man versucht zu lernen, man nimmt etwas für sich mit – denn man hat nie ausgelernt und macht auch nicht immer alles richtig“, sagte Hannes Ahlmann. Besonders die Ästhetik des Reitens sei für ihn wichtig. „Auch da konnte ich mir ein bisschen was abschauen.“
Magnus Schmidt und Carl Gustav komplettierten das Podium. Der 22-Jährige nutzte die langen Strecken zum Galoppieren im Stechen und konnte die große Galoppade seines Wallachs voll ausspielen.„Ich habe mich schon wirklich schnell gefühlt und wusste nicht, wo ich noch groß Zeit gutmachen konnte. Im Stechen hat er sich echt super angefühlt und für mich mitgekämpft“, sagte Schmidt.Dabei hatte er am letzten Sprung noch leicht touchiert – das Glück war jedoch auf seiner Seite. Mit 42,96 Sekunden reichte es zum dritten Platz. Magnus Schmidt hat noch drei Jahre in der U25-Serie vor sich und entsprechend große Pläne: „Ich hoffe natürlich, dass ich noch ein paar Mal in Aachen mitreiten kann.“
Hinter dem Podium folgten Johanna Beckmann mit Emelie van de Mirania Stam und Sönke Fallenberg mit Zanzibar Z zeitgleich auf Rang vier. Clara Blau und Paul belegten Platz sechs.
Auch Birgit Rosenberg, Sportchefin in Aachen, zeigte sich begeistert vom Auftritt der jungen Reiter. „Wir sind glücklich, dass wir die U25-Reiter zur WM geholt haben und zu sehen, dass das auch bei euch so gut ankommt und ihr diese Erfahrungen sammeln könnt. Da sind wir total glücklich!“Mit einem Augenzwinkern fügte sie hinzu: „Ich hätte nichts dagegen, euch beide – Hannes und Britt – auch bei den Senioren in Aachen bald wiederzusehen.“




























