Spitzenleistungen, Pferdewechsel und ein Hauch Schwarzwald-Magie

Der Samstag bringt Dressursport auf höchstem Niveau, ein spektakuläres Championatsfinale und strahlende Nachwuchsreiter

 

Der Samstag hielt auf dem Turniergelände alles bereit, was das Herz eines Dressur- und Pferdesportfans höherschlagen lässt: hochkarätige Prüfungen, enge Entscheidungen, ein Finale mit Pferdewechsel und am Nachmittag schließlich jede Menge Farbe und gute Laune beim Kostüm-Führzügel-Wettbewerb. Zwischen konzentrierter Atmosphäre im Viereck und fröhlichem Publikum wurde deutlich, wie facettenreich der Pferdesport sein kann.

 

Fiorello setzt die erste Bestmarke

 

Bereits am frühen Morgen zeigte Franziska Betz von der Fahr- und Reitsportgruppe Marbach mit Fiorello eine überzeugende Vorstellung. Der zwölfjährige Braune von Foundation erzielte 71,349 Prozent und setzte sich damit an die Spitze. Dahinter folgte Stephanie Witzemann vom PS-Team Winterlingen mit der achtjährigen Fuchsstute Viva Fürstin (70,198 Prozent). Amelie Besenfelder vom RFV Eberhardzell komplettierte mit Lady Sunshine 76 (69,167 Prozent) das Podium.

 

Steendieks Derrick dominiert die Intermediaire A

 

In der S***-Prüfung auf Intermediaire-A-Niveau sorgte Ann-Cathrin Rieg vom RC Badhof-Bad Boll mit Steendieks Derrick für einen souveränen Auftritt. Der zwölfjährige Hengst von Morgensterns Dalai kam auf starke 72,711 Prozent und setzte sich damit deutlich an die Spitze. Besonders überzeugend: Mit 75,000 Prozent gab es von einem Richter die Tageshöchstwertung für die Vorstellung. Rang zwei ging an Ramona Ritzel vom RFV Bad Wörishofen mit DSP Superdry (71,105 Prozent), vor ihrem zweiten Pferd DSP Zampano (70,658 Prozent).

 

Schwarzwald-Marie sorgt für den schönsten Hingucker

 

Nach so viel sportlicher Spannung durfte es am Nachmittag bunt und fröhlich werden. Im Kostüm-Führzügel-Wettbewerb setzte sich Mira Kemmler vom RFV Pliezhausen mit Samba und der Wertnote 8,00 an die Spitze. Dahinter teilten sich Melina Cerone vom RC Schoren-Engen mit Casanovas Bad Boy und Luisa Kümpers von der IG Therapeutisches Reiten mit Winnetou mit jeweils 7,80 den zweiten Platz.

 

Für das Publikum gab es dabei einen ganz besonderen Hingucker: Luisa Kümpers präsentierte sich mit Winnetou als Schwarzwald-Marie und sicherte sich damit den Sonderpreis für das beste Kostüm. Ein Auftritt, der nicht nur im Viereck, sondern auch auf den Zuschauerrängen für strahlende Gesichter sorgte.

 

Fanny Markström gewinnt das Süddeutsche Championat der Berufsreiter

Der sportliche Höhepunkt des Tages war das Finale des Süddeutschen Championats der Berufsreiter – und hier wurde es besonders spannend: Nach der Qualifikation mussten die drei Finalisten mit fremden Pferden antreten. Fanny Markström vom RFV Altötting-Mühldorf setzte sich mit 68,349 Prozent an die Spitze. Mit nur knappem Abstand folgte Sarah Viktoria Pürmaier vom RFV Ehestetten (68,262 Prozent). Lukas Maier vom RFV Forst 1932 belegte mit 67,740 Prozent Rang drei.

 

Der Pferdewechsel machte den besonderen Reiz dieses Finales aus: Landbeschäler Vermeer, Zagazig und Ben Benito wechselten ihre Reiter – und plötzlich musste innerhalb kürzester Zeit eine neue Partnerschaft funktionieren. Das Ergebnis war Dressursport voller Spannung und eine echte Bewährungsprobe für die drei Berufsreiter. Der Landbeschäler des Haupt- und Landgestüts Marbach, Vermeer wurde als bestes Pferd des Finales geehrt.

 

Wallstreet an der Spitze

 

Zum Tagesabschluss setzte sich Carla Müller vom RC Badhof-Bad Boll mit Wallstreet in der Ponydressurprüfung Kl. L** - einer Qualifikationsprüfung für den Pony-Dressur Master Baden Württemberg - durch. Die zehnjährige Fuchsstute von Calido-G überzeugte mit einer harmonischen Runde und einem Gesamtergebnis von 70,081 Prozent. Kim Marie Hauß von der TSG Breisgau folgte mit der auffälligen Palomino-Stute Glücksengelchen NRW (68,496 Prozent) auf Rang zwei. Platz drei ging an Marie-Elise Layer vom RFV Öhringen mit Dear Darling (68,089 Prozent). Damit sammelte das Trio wichtige Punkte für die Qualifikation zum Pony-Dressur-Master Baden-Württemberg 2026.

 

Ein Samstag mit großen Momenten

 

Der Samstag verabschiedete sich damit als Tag der Gegensätze: morgens feinste Dressurarbeit auf S-Niveau, mittags lachende Kinder, fantasievolle Kostüme und stolze Ponys und am Nachmittag Nervenkitzel beim Pferdewechsel der Berufsreiter. Genau diese Mischung macht das Turnier zu einem besonderen Erlebnis – sportlich anspruchsvoll, emotional und immer ganz nah am Pferd.

 

PM

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