Gedenkfeier und Ausstellung würdigen das Lebenswerk Hans Günter Winklers
Anlässlich des 100. Geburtstags von Hans Günter Winkler haben die Stadt Warendorf, der Förderverein „Hans Günter Winkler – Erbe bewahren, Zukunft gestalten (HGW)“ e.V., Pferdesport Deutschland sowie die Stiftung Deutscher Pferdesport mit einer Gedenkfeier und der Eröffnung der Ausstellung „Im Sattel der Geschichte“ an den Warendorfer Ehrenbürger erinnert. Zahlreiche Wegbegleiter, Freunde des Pferdesports und geladene Gäste kamen zusammen, um einen der erfolgreichsten Springreiter und prägendsten Persönlichkeiten des internationalen Pferdesports zu würdigen.
Den Auftakt bildete am Nachmittag ein gemeinsames Gedenken am Grab Hans Günter Winklers. Im Anschluss wurde im Historischen Ratssaal des Warendorfer Rathauses die Ausstellung „Im Sattel der Geschichte“ eröffnet.
„Für mich ist es Ehre und Herausforderung, dem Förderverein vorzustehen und am Beispiel Hans Günter Winklers die Werte der Historie mit der Gestaltung der Zukunft zu verbinden“, so der 1. Vorsitzende des HGW-Fördervereins, Fritz-Otto Erley.
Hans Günter Winklers Erfolgsgeschichte reicht weit über den Sport hinaus. Sechs olympische Goldmedaillen, zahlreiche Welt- und Europameistertitel sowie unvergessliche Erfolge in Nationenpreisen machten ihn zu einer der herausragenden Persönlichkeiten des internationalen Sports. Besonders seine außergewöhnliche Partnerschaft mit der legendären Stute Halla schrieb Sportgeschichte und machte Winkler zu einem Symbol für Vertrauen, Mut und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Pferd.
Doch nicht nur als Ausnahmesportler, sondern auch als Mensch und Botschafter des Pferdesports hinterließ Hans Günter Winkler bleibende Spuren. Seine enge Verbundenheit mit Warendorf bestand über Jahrzehnte hinweg. Als Ehrenbürger repräsentierte er die Stadt der Pferde weit über die Grenzen Deutschlands hinaus und setzte sich bis ins hohe Alter für den Pferdesport und dessen Werte ein. Besonders am Herzen lag ihm die Förderung des Nachwuchses. Mit dem „Goldenen Sattel“, der heute von der Stiftung Deutscher Pferdesport fortgeführt wird, sowie dem HGW-Bundesnachwuchschampionat rief er Prüfungen ins Leben, die bis heute junge Reiterinnen und Reiter auf ihrem Weg in den Spitzensport begleiten und fördern.
Die Ausstellung „Im Sattel der Geschichte“ zeichnet Hans Günter Winklers außergewöhnliches Leben und Wirken nach. Sie zeigt Fotografien, Dokumente, Pokale, Erinnerungsstücke und persönliche Exponate aus seinem Nachlass. Historische Filmaufnahmen und Presseberichte ergänzen die Präsentation und vermitteln ein facettenreiches Bild eines Sportlers, der Generationen von Reiterinnen und Reitern geprägt hat. Kuratiert wird die Ausstellung von Alfred G. Smieszchala und Reinhard Wendt. Interessierte haben noch bis zum 6. September 2026 Gelegenheit, die Ausstellung im Rathaus der Stadt Warendorf zu besuchen.
Wie zeitlos das Vermächtnis Hans Günter Winklers ist, zeigte auch eine besondere Geschichte bei der Ausstellungseröffnung: Die siebenjährige Emily hatte sich mit einem Brief an die Stadt Warendorf gewandt. Beeindruckt von Hans Günter Winklers zahlreichen Erfolgen fragte sie, ob seine Pokale nicht an einem öffentlichen Ort ausgestellt werden könnten. Reinhard Wendt griff diese Botschaft in seiner Begrüßung auf und begrüßte Emily persönlich.
„Der Brief einer siebenjährigen Warendorferin an den Bürgermeister erinnert uns daran, warum Museen und Sammlungen wichtig sind: Sie bewahren Erinnerungen, schaffen Identität und verbinden Generationen. Der Erhalt der Hans-Günter-Winkler-Sammlung ist deshalb weit mehr als Denkmalschutz – er ist eine Investition in unsere gemeinsame Geschichte“, so Alfred G. Smieszchala, Kurator der Ausstellung.
Die aktuelle Ausstellung bildet zugleich den Auftakt für ein langfristiges Projekt des HGW-Fördervereins. Ziel ist es, auf dem Gelände des DOKR-Bundesstützpunkts in Warendorf eine Dauerausstellung einzurichten.Dort sollen künftig weitere Exponate aus Hans Günter Winklers Nachlass sowie Erinnerungsstücke anderer herausragender Persönlichkeiten des Pferdesports einen festen Platz finden und die Geschichte des deutschen Pferdesports für kommende Generationen erlebbar machen.
Mit der Gedenkveranstaltung und der Ausstellung wurde das Andenken an Hans Günter Winkler bewusst lebendig gehalten. Sein Lebenswerk steht bis heute für Leidenschaft und die einzigartige Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd.





























