Anna Sandmann gewinnt Teilprüfung Dressur beim CAIO in Rastede

Foto: Die jüngsten Pferde des 77. Oldenburger Landesturniers glänzten in den Qualifikationen zum Rasteder Reitpferdechampionat - hier Eike Bewertungen mit Be my Gold, der zwei Vollbrüder durch die Reitpferdeprüfung pilotierte, mit Be Gold gewann und sich mit Be my Gold platzierte - Fotograf: OLT

Foto: Die jüngsten Pferde des 77. Oldenburger Landesturniers glänzten in den Qualifikationen zum Rasteder Reitpferdechampionat - hier Eike Bewertungen mit Be my Gold, der zwei Vollbrüder durch die Reitpferdeprüfung pilotierte, mit Be Gold gewann und sich mit Be my Gold platzierte - Fotograf: OLT

(Rastede)  Oldenburgs 77. Landesturnier hat am Freitag eine Niedersächsin gefeiert: die 30 Jahre junge Anna Sandmann aus Lähden überflügelte mit ihrem Vierspänner die gesamte Konkurrenz und gewann mit der Punktsumme 37,39 die erste Teilprüfung Dressur des Nationenpreises in Rastede. “Das ist mein bestes Dressurergebnis überhaupt bisher”, summierte eine sehr zufriedene Deutsche Vize-Meisterin. “Meine Pferde waren super drauf heute, sehr gut in der Prüfung und ich bin glücklich damit”, so Anna Sandmann weiter.

 

Vater Christoph Sandmann - bei den Deutschen Meisterschaften in Greven Anfang Juli noch vor der Tochter - war gemeinsasm mit Belgiens Glenn Geerts Fünfter. Tochter Anna setzte sich mit ihrer Dressurvorstellung vor dem US-Amerikaner Chester Weber, dem Weltcupsieger Dries Degrieck (BEL) und dem Weltmeister Boyd Exell (AUS) durch und geht am Samstag beim Marathon im Schlosspark als 25. Starterin ab 14.18 Uhr in die zweite Teilprüfung. Die spektakulärste Prüfung der Vierspänner beginnt beim 77. Oldenburger Landesturnier ab 11.30 Uhr.

 

Hocherfreut über das Abschneiden seiner Fahrer/innen war Bundestrainer Karl-Heinz Geiger: “Wir haben eine ganz starke Truppe hier, vor allem Anna hat eine überragende Dressur gefahren und ist verdient Erste geworden. Aber auch Christoph Sandmann und Anna Mareike Meier haben tolle Leistungen gezeigt. Von daher sind wir guten Mutes für Aachen.” In gut drei Wochen beginnen dort die Weltmeisterschaften. Das deutsche Aufgebot -  im Nationenpreis werden Anna und Christoph Sandmann, sowie Anna Mareike Meier gewertet - führt nach der ersten Teilprüfung mit 80,87 Punkten vor den belgischen EM-Silbermedaiillengewinnern und dem US-Aufgebot. Eher ungewöhnlich: Die Europameister aus den Niederlanden rangieren nach der Dressur auf dem fünften Platz.

 

Während Anna Sandmann erst “losgelegt” hat, machte Springreiter Harm Lahde aus Königslutter gewissermaßen “weiter”. Nach zwei Siegen am Donnerstag gewann der 39-jährige mit der Holsteiner Stute Don de Amor auch den Auftakt der Youngster-Tour im Parcours im Preis der Pferdeklinik Mühlen mit einer sehr flotten Runde in 66,03 Sekunden und damit klar vor Sebastian Elias (Lastrup), der die Hannoveraner Stute Quick Lady auf Platz zwei pilotierte (68,21). Einer der Höhepunkte des Tages ist am Abend im Parcours das LzO Championat “meine Sparkasse”, ein S**-Springen mit Siegerrunde mit 28 Paaren.

 

Dressurspitzen vom Waldrand

 

Sehr idyllisch liegen die zwei Dressurarenen beim Oldenburger Landesturnier am Rande eines Waldstücks - mit etwas Abstand zu Parcours und Geländekurs und doch dicht dran an Zuschauer/innen. Zwei Reiterinnen fielen in Rastede auf: Die EM- und WM-erfahrene Charlott-Maria Schürmann aus Gehrde gewann in der Mittleren Tour mit St. Gilles Flamboyant, einer Oldenburger Stute von Franklin aus der Zucht und dem Besitz von Dinah Ashley-Looper die Dressur Kl. S* (Qualifikation Mittlere Tour) mit 72,61 Prozent und Jill-Marielle Becks aus Senden eroberte mit HBS Damon`s Moonlight die Pole Position in der Qualifikation zum Bundeschampionat der sieben Jahre alten Dressurpferde mit 76,74 Prozent. Wenig überraschend ist Damos Moonlight ein Enkel vom Becks-Hengst Damon Hill NRW.

 

Die letzte Prüfung des Tages im Dressurviereck galt den drei und vier Jahre jungen Reitpferden und dort überstrahlte in der Reitpferdeprüfung ein Hannoveraner Fuchs namens Be Gold die Konkurrenz. Eike Bewertungen (Jade) stellte nicht nur den smarten Fuchswallach für Besitzer Heinz Ahlers vor, sondern auch noch den ein ein Jahr älteren Vollbruder Be my Gold, der Platz sechs belegte, aber dann gleich mal Siegerehrung “üben” durfte. Platz zwei teilten sich Hermann Burger (Menslage) mit Einer wie keiner B und Friederike Reins (Holdorf) mit Black Brianna S. Kurz und gut: Hanniovers und Oldenburgs Dressurpferdezucht dominierte diese Qualifikation für das Rasteder Reitpferde Championat.

 

Nationenpreis Vierspänner: Fahrräder, Gummistiefel und ein “Dorf”

 

Wenn 33 Vierspänner-Teams ein Turniergelände erobern bringt das weit mehr mit sich als Wagen, Pferde und Menschen. Am Rande des Turniergeländes im Schlosspark Rastede ist ziemlich zügig eine Art “Enklave” entstanden, das Fahrerlager. LKW, Zelte, Wohnwagen, mehrere Sorten Wagen, Vorzelte mit Biergartengarnituren, denn in der Regel nächtigen alle Teammitglieder an Ort und Stelle und vor allem nahe der Stallzelte.

 

Zu den wichtigsten Utensilien für die Zweibeiner zählen ganz offenkundig geländegängige Fahrräder und Gummistiefel für die Erkundung der Geländestrecke, waten durch Wasserhindernisse oder den Weg zum nächsten Supermarkt….

 

Was das OLT für Rastede bedeutet

 

Fünf Tage lang “regiert” Pferdesport in drei Disziplinen im Rasteder Schlosspark, lockt Besucher/innen jeden Alters auf das Gelände, das neben Sport eine große Ausstellung, das Kinderland und eine verlockende Gastronomiemeile bietet. Generell sorgt das Oldenburger Landesturnier für Impulse in der Region, sei es nun im Beherbergungsgewerbe oder auch in lokalen Geschäften und zusätzlichen Imagegewinn. “Nice, a beautiful place”, das sind die Worte, die das internationale Teilnehmerfeld für den Standort findet. Rastedes Bürgermeister Lars Krause ist das durchaus bewusst.

 

„Das Oldenburger Landesturnier ist seit mehr als sieben Jahrzehnten ein fest im Herzen unserer Gemeinde verankerter Höhepunkt, der weit über die Grenzen des Ammerlandes hinaus strahlt. In diesem Jahr erleben wir im historischen herzoglichen Schlosspark jedoch mit dem ersten offiziellen Nationenpreis der Vierspänner (CAIO) eine Premiere, die auch für die Gemeinde Rastede von großer Bedeutung ist,” betont Bürgermeister Lars Krause.

 

“Als Gastgeber für Gespanne aus der ganzen Welt rückt Rastede unmittelbar in den Fokus des globalen Pferdesports. Wir sind stolz darauf, diesen Sommer die Brücke zu den kommenden Weltmeisterschaften in Aachen zu schlagen”, so Krause, “ und Rastede als gastfreundliche, traditionsbewusste und zugleich moderne Gemeinde präsentieren zu können. Es ist aber nicht nur der internationale Imagegewinn, sondern auch der direkt messbare wirtschaftliche Impuls, der mit einer Großveranstaltung dieser Dimension verbunden ist, über den wir uns freuen dürfen. Die Austragung des Nationenpreises sowie der Deutschen Meisterschaften zieht zahlreiche Gäste und Teams aus dem In- und Ausland an. Davon profitieren unsere Hotellerie, die Gastronomie und der lokale Einzelhandel unmittelbar.”

 

PM

Was suchen Sie?

Suchformular