Begeisterung für Fahrsport, Dressur und Springen pur - das Oldenburger Landesturnier

Foto: Weltcupsieger Dries Degrieck fuhr nicht mit zuviel Risiko im Marathon und kletterte auf Rang eins nach zwei von drei Teilprüfungen in Rastede - Fotograf: BM

Foto: Weltcupsieger Dries Degrieck fuhr nicht mit zuviel Risiko im Marathon und kletterte auf Rang eins nach zwei von drei Teilprüfungen in Rastede - Fotograf: BM

(Rastede) Der Samstag in Rastede hatte es in sich - 33 Vierspänner im Schlosspark, ziemlich flott unterwegs und so rasant wir möglich durch sieben Hindernisse - die spektakulärste Prüfung des CAIO Rastede zog magisch Publikum an, während auf dem Springplatz um Championate geritten wurde und im Dressurviereck Entscheidungen fielen. Nach sieben Kilometern und sieben Hindernissen kam Bewegung in den Zwischenstand: Belgiens Weltcupsieger Dries Degriieck führt nach zwei Teilprüfungen vor Anna Sandmann aus Lähden und Weltmeister Boyd Exell (Australien).

 

Enttäuschend verlief die zweite Prüfung auch für Christoph Sandmann und Anna Mareike Meier (Negernbötel), die beide unterhalb ihrer Möglichkeiten blieben. “Es ist schon mein Anspruch, vorn dabei zu sein und die bestmögliche Leistung abzuliefern”, so Sandmann, der nicht mal Fehler kassierte, aber dreimal in den engen Hindernissen “Schleifen” drehen musste. Auch Meier fand nicht viel Gefallen an den Kursen und wurde nur 23.. Für die deutschen Fahrer/innen geht es in dieser Woche auch um die Startplätze für die Weltmeisterschaften in Aachen. Der deutsche Aktivensprecher Rene Poensgen konnte sich am Samstag mit Platz elf im Marathon auch in der Gesamtwertung auf Platz 16 verbessern. Die Führung ist das deutsche Aufgebot allerdings “los”.  Stattdessen zogen die Belgier dank des Sieges von Tom Stokmanns  und des dritten Platzes von Dries Degrieck im Marathon in die Pole Position vor Australien und den Niederlanden.

 

Die Hindernisreihe auf der denkmalgeschützten Wiese des Schlossparks  - dort warteten fünf Hinderniskomplexe auf jedes Gespann, säumten dicht an dicht hunderte Schaulustige, begleiteten Fahrer und Pferde mit Applaus und lautem Jubel und machten aus dem Nationenpreis ein Happening. Das setzte sich auch am Abend bei der Siegerehrung im Hauptstadion fort. Dort gab es Riesenapplaus von der voll besetzten Tribüne für die besten acht Fahrer des Marathons. Und auch die Fahrer/innen selbst geizen nicht mit Komplimenten und lobten die umsichtige Organisation und die Abläufe des CAIO in Rastede.

 

Rasteder Reitpferdechampionat - Oldenburg und dreimal Hannover vorn

 

Dicht beieinander rangieren die drei und vier Jahre alten Pferde im Rasteder Reitpferdechampionat: Schon die Qualifikation versprach ein in der Qualität sehr ordentliches Championat. das Finale sah dann Friederike Reins (Holdorf9 mit der Oldenburger Stute Black Brianna S von Bon Courage vorn. Mit 8,3 verließ die Rappstute das Dressurviereck und verwies damit gleich drei Hannoveraner auf die Plätze. Genutzt hatten das offen ausgeschriebene Championat Kira Goernes-Ripphoff (Sandbostel) mit der Asgard`s Ibiza-Tochter Iva Bella R (8,2), Hermann Burger (Menslage) mit Einer wie Keiner B und Eike Bewerungen (Jade) mit dem Bon Vivaldi-nachkommen Be Gold. Die Qualifikation hatte Bewerungen mit dem Fuchswallach gewinnen können.

 

Einer kam, ritt und gewann souverän die Intermediaire II. Mannschafts-Olympiasieger Frederic Wandres hatte den neun Jahre alten Oldenburger Fuchs Imo Pectore mit nach Rastede gebracht. Kurzfristig hatte Wandres noch nachgenannt und die Entscheidung war goldrichtig, denn die Vorstellung der Kaderreiters mit dem Asgard`s Ibiza-Nachkommen wurde mit 74, 561 Prozent belohnt. dahinter reihte sich David Leßnig (Menslage) ein, der neben der zweitplatzierten Hannoveraner Stute Movie Star auch noch die Westfalen-Stute Miller L dabei hatte und einen fünften Platz zusätzlich verzeichnen konnte.

 

Und schon wieder Harm Lahde…

 

Er hat eindeutig einen “Lauf” in Rastede: harm Lahde aus Königsluther holte sich mit Kingston de l` Eau noch einen weiteren Triumph in einem schweren Springen des 77. Oldenburger Landesturniers. Der 39-jährige gewann den Preis der Oldenburgischen Landesbank und dürfte sich das Wochenende wohl rot im Jahreskalender markieren, denn “es läuft” einfach für den Profi. Mit Hendrik Sosath (Lemwerder) folgte ein “Oldenburger” auf Rang zwei mit der OS-Stute Lady Carolina aus familieneigener Zucht auf dem zweiten Rang.

 

Einen besonderen Erfolg verbuchte eine Züchterin, deren Namen man in ganz Europa kennt. Madeleine Winter-Schulze aus Wedemark ist die größte Mäzenin und Förderin des Pferdesports in Deutschland und auch als Züchterin erfolgreich. Mit dem von ihr gezogenen Zafiro von Zinedine-Argelith Stakkato gewann der Ire Ciaran Nallon das Championat der fünfjährigen Springpferde im Preis der NordWest-Mediengruppe. Zwei Umläufe absolvierten die Springpferde, Zafiro hinterließ den besten Eindruck.

 

PM

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