Belgien siegt im Nationenpreis - Oldenburger gewinnt Großen Preis - 18.000 Zuschauer beim 77. Oldenburger Landesturnier

Foto: Hendrik Sosath und der Oldenburger Hengst Casino Grand setzten mit dem Sieg im Großen Preis der Öffentliche Versicherungen Oldenburg den Schlusspunkt unter fünf Turniertage in Rastede - Fotograf: OLT

Foto: Hendrik Sosath und der Oldenburger Hengst Casino Grand setzten mit dem Sieg im Großen Preis der Öffentliche Versicherungen Oldenburg den Schlusspunkt unter fünf Turniertage in Rastede - Fotograf: OLT

(Rastede)  Mit dem Sieg des Springreiters Hendrik Sosath aus Lemwerder im Großen Preis der Öffentliche Versicherungen Oldenburg auf dem Oldenburger Hengst Casino Grande aus dem Besitz und der Zucht von Vater Gerd Sosath fand das 77. Oldenburger Landesturnier einen zwar leicht verregneten aber sportlich perfekten Abschluss. Morgens hatten noch die Vierspänner mit ihrer dritten und letzten Wertungsprüfung, dem Hindernisfahren, das Geschehen dominiert auf dem Hauptplatz, danach eroberten die Springreiter/innen “ihr” Revier zurück.

 

Nur zwei hatten es ins Stechen der Drei-Sterne-Springprüfung, den Großen Preis geschafft. Neben dem Sieger, dem 38-jährigen Hendrik Sosath auch Emilia Löser aus Emsbüren, die den Schockemöhle-Hengst Chacoothargos PS OLD durch die Prüfung pilotierte. Im mit Bedacht gerittenen Stechen unterlief dem Paar ein Fehler und damit war die Entscheidung klar. Hendrik Sosath machte es Vater Gerd nach, der einst auch mit Landor S den Großen Preis des Oldenburger Landesturniers gewinnen konnte. 30 Paare traten zur Top-Prüfung an, darunter auch der “Seriensieger” des Wochenendes, Harm Lahde aus Königslutter, der mit Echo van Spalbeek Z Siebter wurde nach insgesamt fünf gewonnenen Springprüfungen. Mit schnellen 70,27 Sekunden im Umlauf schob sich Arens Westerholt (Lastrup) nach einem Fehler mit der OS-Stute Mondena HBK OLD auf den dritten Rang.

 

Zuvor schlug die Stunde er Reitvereine: Nach fünf Turniertagen mit etlichen Teilprüfungen, Aufregung und Daumen drücken wurden die besten Vereinsmannschaften des Oldenburger Landesturniers geehrt:  Der RuFV Holle-Wüsting hat den Sieg davongetragen vor Stedinger RuFV Sturmvogel Berne und dem Ammerländer RC 2. Die Meisterschaften sind ein zentraler und tragender Bestandteil des Oldenburger Landesturniers und bringen die Vereine der Region in Rastede zum prestigeträchtigen Vergleich zusammen.

 

Größtes Lob für den Nationenpreis

 

Belgien vor Australien und den Niederlanden, so endete das erste CAIO in Rastede in der Mannschaftswertung, Team Deutschland kam auf Rang vier nach drei Teilprüfungen ein. Auch der Sieg in der Einzelwertung ging nach Belgien an den Weltcupsieger Dries Degrieck. Überraschend kam das nicht so sehr: Schon bei den Europameisterschaften im niedersächsischen Lähden hatten die Belgier Team-Silber vor Deutschland geholt.

 

Bundestrainer Karl-Heinz Geiger zog ein durchwachsenes Fazit: “Momentan fehlt uns die ganz sichere Leistung im Marathon. In Rastede war der Kurs nicht zu schwer, das Hindernisfahren heute durchaus anspruchsvoll, so dass es noch einen selektiven Charakter hatte. Der Parcourschef Alexander Flock hat insgesamt einen guten Job gemacht”. Vor allem lag dem Bundestrainer aber daran, dem Renn- und Reitverein Rastede ein Kompliment zu machen. “Es ist ein ja ein Riesenevent, einen  Nationenpreis zu machen. Das wurde hier buchstäblich aus dem Boden gestampft”, so Geiger, “und sehr gut gemacht: alles dicht beieinander, der Boden gut und auch die Traingsplätze.”

 

Drei Disziplinen sorgen für Anziehungskraft

 

Das Traditionsereignis Oldenburger Landesturnier entfaltete große Anziehungskraft: Rund 18.000 Besucherinnen und Besucher pilgerten an fünf Tagen auf das Gelände am Schlosspark, feierten Pferde, Reiter und Fahrer in den Dressurvierecken, auf dem Springplatz und auf der denkmalgeschützten Wiese, die zum Fahrsportareal mutierte. Einer der Höhepunkt: der Schauabend am Samstag mit Drohnenshow, Hindernisfahrsport, Laufenten, Hütehunden und Reitbiathlon. Allein dieses Spektakel lockte rund 7000 Besucherinnen und Besucher an. Gesprächsstoff lieferte zudem das in Teilen neu gestaltete Programm mit dem Kurz-Grand Prix in der Dressur, den der Menslager David Leßnig mit der Hannoveraner Stute Movie Star L. Mit 71,899 Prozent am Sonntag gewann. Die Reitpferde- und Dressurpferdechampionate waren offen für Pferde aus allen Zuchtverbänden ausgeschrieben und das kam gut an. Für den Renn- und Reitverein Rastede, der mit rund 200 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern das 77. Oldenburger Landesturnier auf die Beine stellt, steht jetzt erstmal “Aufräumen” an, denn der Schlosspark wird ab Montag in seinen üblichen Zustand zurück versetzt.

 

Alle Ergebnisse des Oldenburger Landesturniers findet man unter https://results.equi-score.com/event/2026/35019/de, sowie unter https://turnierdienst-brinkmann.de/379.html für den CAIO.

 

PM

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