Foto: Die neunfache Weltmeisterin in der Dressur, Isabell Werth, schwärmt von Aachen als Gastgeber der FEI World Championships - Fotograf: ALRV/Andreas Steindl
Wenn am 11. August der offizielle Startschuss für die FEI World Championships Aachen 2026 fällt, blickt die gesamte Pferdesportwelt erneut auf die traditionsreiche Soers. Auf den Ort, an dem bereits sechs Weltmeisterschaften stattgefunden haben und der für jeden Reitsportler das Ziel seiner Träume ist. Das haben die Besten ihrer Zunft bei einer Pressekonferenz im Vorfeld nochmal eindrucksvoll bekräftigt.
Die erfolgreichste Reiterin aller Zeiten, Isabell Werth, konnte ihre Vorfreude auf eine Neuauflage der Dressurwettbewerbe im legendären Hauptstadion kaum in Worte fassen. „Hoch-, hoch-, hocherfreut“ sei sie gewesen, als sie gehört habe, dass die Weltmeisterschaften erneut in Aachen ausgetragen werden. „Und auch ein bisschen emotional“, gab die neunfache Weltmeisterin in der Dressur zu. Sehr präsent seien bei ihr immer noch die Erinnerungen an die Weltreiterspiele 2006, als sie mit ihrem Zweitpferd Satchmo legendär den Titel holte. „Die Atmosphäre war für die Dressur einzigartig. Jetzt mit der WM nach Hause zu kommen, ist einfach fantastisch“, schwärmte Isabell Werth in der Staatskanzlei in Düsseldorf.
Seit 30 Jahren ist sie regelmäßig in Aachen am Start, ob beim CHIO Aachen, Welt- oder Europameisterschaften. „Jedes Jahr bin ich neu motiviert, dort die beste Leistung zu zeigen“, sagte sie und wagte gleich einen Blick in die Kristallkugel: „In diesem Jahr gibt es extrem viele starke Nationen in der Dressur. Im Moment sind die Engländer das Zünglein an der Waage, aber ihnen wollen wir natürlich die Stirn bieten.“ Es werde vor allem von der Tagesform abhängen – und vom Umgang mit der speziellen Atmosphäre vor Zehntausenden Zuschauern. „Wir haben eine einzigartige Chance, den Sport weltweit zu präsentieren und zu zeigen, wofür wir stehen: die außergewöhnliche Verbindung mit unseren Pferden“, stellte Isabell Werth fest.
Beim Gedanken, die Para-Dressur vor einer außergewöhnlichen Kulisse zu präsentieren, strahlte auch Regine Mispelkamp. Die Silbermedaillengewinnerin der Paralympics 2024 freute sich vor allem auf viele Zuschauer bei den Para-Wettbewerben, die in jedem Ticket inkludiert sind. „So können wir möglichst vielen Menschen einen Einblick geben und zeigen, was den Para-Sport ausmacht: sehr viel Harmonie, sehr viel Emotion und Menschen, die so viel Freude ausstrahlen, wenn sie auf dieser Bühne mit ihren Pferden performen dürfen.“ Es sei ein tolles Zeichen nach außen, dass der Reitsport Inklusion wirklich lebe und „wir hoffen, so vielleicht auch andere Sportarten mitziehen zu können“.
Maßstäbe setzen will der Aachen-Laurensberger Rennverein auch beim Thema Welfare of the horse. Vorstandsmitglied Birgit Rosenberg brachte es auf den Punkt: „Die Pferde sind unsere VIPs, das beginnt schon mit der Anreise. Im Stallbereich muss alles bestens vorbereitet sein, damit es Top-Bedingungen für Pferde und Reiter gibt. Das gilt aber auch für die Böden und Plätze, das Hindernismaterial und vieles mehr“, gab sie einen kurzen Einblick in die Organisation.
Einzigartige Eröffnungsfeier und royaler Besuch aus Monaco
Bevor die ersten Medaillen verliehen werden, steht allerdings noch ein Highlight außerhalb der sportlichen Wettbewerbe auf dem Programm: die spektakuläre Eröffnungsfeier. Zu dieser haben sich laut Rosenberg auch bereits zahlreiche Athleten der Disziplinen aus der zweiten Woche angemeldet. Kein Wunder, wenn ihr Versprechen lautet: „Entertainment mit den Pferden im Herzen der Show“.
Einer der Teilnehmer, der eigentlich erst in der zweiten Woche startet, ist der amtierende Spring-Weltmeister Henrik von Eckermann, der es kaum erwarten kann, die unglaubliche Atmosphäre schon bei der Eröffnungsfeier aufsaugen zu dürfen. „Die Vorfreude ist riesig, allein der Einzug der Athleten wird richtig cool und besonders.“ Geplant ist der Einmarsch über die Zuschauerränge und damit so nah am Publikum wie noch nie.
Ebenfalls dabei sein werden an diesem Abend die Vertreter mehrerer Königshäuser: Niederlande, Dänemark, Großbritannien und Spanien. Und auch in der zweiten Woche wird sich ein hochrangiger royaler Gast blicken lassen: Seine Durchlaucht Fürst Albert II. von Monaco. „Das Schöne an sportlichen Großevents ist die Zusammenkunft verschiedener Nationen, aber auch das Aufeinandertreffen spannender Menschen und Persönlichkeiten“, stellte Michael Mronz fest. Der Fürst nehme die Championats-Teilnahme zweier monegassischer Reiter als Anlass nach Aachen zu kommen. „Sein Besuch bestärkt den großen Stellenwert dieser FEI World Championships und zeigt die besondere gesellschaftliche Verbindung, die der Sport immer wieder ermöglicht“, betonte der Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH.
Strahlkraft über die Soers hinaus
Aber auch außerhalb der sportlichen und gesellschaftlichen Höhepunkte in der Soers werden die FEI World Championships für Begeisterung sorgen. Passende Kunstausstellungen und das Aachen WM Special mit kostenfreiem Programm auf zwei Bühnen – unter anderem mit Public Viewing, WM-Talkshow und Konzerten – sind nur zwei Beispiele für die Verbindung in die Aachener Innenstadt. „Die Vorfreude und Neugierde sind schon jetzt spürbar, und in 15 Tagen werden wir beides umwandeln in das Reitsport-Sommermärchen 2026“, sagte Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons.
Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, hob darüber hinaus die Bedeutung für das Sportland NRW und ganz Deutschland hervor – und freute sich auf seine eigene Teilnahme in gut zwei Wochen: „Ich bin sicher, wir alle können uns bei der Reit-WM auf sportliche Höchstleistungen freuen, auf fairen Wettbewerb, aber auch auf emotionale Momente miteinander. Ich selbst habe meinen Besuch bei der Reit-WM schon fest im Kalender eingeplant.“
Wenn auch Sie die FEI World Championships live miterleben möchten, sichern Sie sich noch heute Ihr Ticket im Onlineshop, an der Tickethotline unter 0241-9171111 oder in der Geschäftsstelle des Aachen-Laurensberger Rennvereins.
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PM






























