Ein Highlight zum Ende der grünen Saison!

Foto: Die Landes-Ponystandarte ging auch in diesem Jahr an die Abteilung des Reit- und Fahrvereins Neuengörs e.V. unter der Leitung von Karin David-Studt - Fotograf : RathmannVerlag/Malina Blunck

Foto: Die Landes-Ponystandarte ging auch in diesem Jahr an die Abteilung des Reit- und Fahrvereins Neuengörs e.V. unter der Leitung von Karin David-Studt - Fotograf : RathmannVerlag/Malina Blunck

(Bad Segeberg) Großer Finaltag in Bad Segeberg! Und was der Erste Vorsitzende des veranstaltenden Reit- und Fahrvereins Bad Segeberg u.U. e.V., Mario Hinz, bereits gestern für das 58. Landesponyturnier prophezeit hatte, wurde heute Wirklichkeit: Nicht nur „Mama, Papa, Oma und Opa“ waren auf den Landesturnierplatz gekommen, um die neuen Landesmeister und Champions zu feiern, sondern auch Freunde, Verwandte und zahlreiche Vereinsmitglieder. Kurz und gut: Rund um den großen Springplatz wimmelte es bei sonnigem Herbstwetter nur so vor Besuchern – und auch auf dem gesamten Gelände verfolgten zahlreiche Zuschauer die Entscheidungen und applaudierten den neuen Medaillenträgern.

 

Zum ersten Mal wurde an diesem Sonntag die Siegerschärpe im Eignungschampionat der Reitponys vergeben. Der vierjährige Hengst Freienfeldes Major Bubblegum v. Mescal aus der Zucht von Swantje Hinz und seine Reiterin Anna-Marie Frahm (RFV Kastanienhof e.V.) verließen den Platz mit der Note 7,80 und dem Titel des Champions.

 

Weiter ging es im Parcours:
Und wie! Paula de Boer-Schwarz aus Norderstedt avancierte 2024 zur Landesmeisterin in der Großen Tour in Bad Segeberg, ist bei Weltcup-Turnieren am Start und hat die deutschen Farben bereits bei Nationenpreisen vertreten. Auch für sie führte der Weg einst über das Landesponyturnier. Die 33-Jährige verbindet viele schöne Kindheitserinnerungen mit dem traditionsreichen Turnierplatz. Schließlich feierte sie hier ihre ersten Meisterschaftsmomente. Und so ließ sie es sich heute nicht nehmen, die jungen Medaillenkandidaten beim letzten Parcoursabgehen vor dem Finalspringen zu unterstützen und ihre Erfahrungen an sie weiterzugeben. Bei eben diesem finalen Springen, einer Ponyspringprüfung der Klasse L mit Stechen, demonstrierte Lisa Helena Hübner (RSG Groß Buchwald) mit dem 13-jährigen Mikabo W v. FS Maracaibo (Z.: Heinz Witting) ihre Klasse, blieb zum dritten Mal an diesem Wochenende null und sicherte sich mit blütenweißer Weste die Goldmedaille in der Landesmeisterschaft der Ponyspringreiter. Silber gewann Henrike Amalie Mougin (Fehmarnscher Ringreiterverein e.V.) mit Mescall II v. Machno Carwyn (Z.: Angelika Jahr). Bronze ging an Isabell Albert (RSV Hüttener Berge) mit GvK Richthofen v. Rex the Robber (Z.: Michael Helmes).

 

Die zwölfjährige Lisa Helena war nach ihrem Triumph glücklich: „Ich bin meinem Pony doll dankbar, er hat das richtig toll gemacht. Und genauso dankbar bin ich meinen Eltern, dass sie mir das alles hier ermöglichen.“ Ihr Ziel war es durchaus, bei den Landesmeisterschaften abzuliefern, schließlich ist sie mit ihrem Mikabo W ein tolles Team: „Ich reite ihn seit anderthalb Jahren und er macht immer super mit.“

 

Und noch eine Championesse
Bereits gestern durfte sich Züchterin Brit Svea Murmann über einen besonderen Erfolg freuen: Ihre Stute Raute von der Wiesharde gewann den Titel der Championesse bei den vierjährigen Stuten und Wallachen. Heute hatte dann Ruth von der Wiesharde ihren großen Auftritt: Mit Lisa Kroll (RuFV Südtondern e.V. Leck) im Sattel sprang die fünfjährige Stute v. Double Jackpot mit der Top-Note 8,3 zum Titel im Pony-Springchampionat.

 

Ponystars im Viereck
Die neue Landesmeisterin in der Dressur hat in dieser Saison mit ihrem Pony bereits Brillantes geleistet. Sophie Levien (Norddeutscher und Flottbeker RV) und Carlo Carlucci (Z.: Sylla Holtkamp-Endemann) tanzten zum Sieg im Pony-Dressur-Derby von Hamburg und wurden im Anschluss als Reservepaar für die Pony-EM im französischen Le Mans nominiert. Dort startete die 16-Jährige mit ihrem elfjährigen Calido-Sohn in der parallel ausgetragenen internationalen Ponytour und belegte in der Kür mit 74,600 Prozent Rang zwei.

 

In Bad Segeberg setzte sich das Paar mit deutlichem Abstand in den drei Wertungsprüfungen an die Spitze und wurde zum Landesmeister gekürt. Ein beeindruckender Erfolg für Sophie zum Abschluss ihres letzten Ponyjahres. Die Reiterin, Mitglied des Bundeskaders, strahlte: „Carlo Carlucci und ich haben von Dressurreiter-L bis zum Bundesnachwuchschampionat alles zusammen erreicht. Dieses Jahr war unglaublich. Ich habe immer noch nicht alles realisiert, was passiert ist. Das war jetzt ein sehr schöner Abschied der Saison.“ Vom Landesponyturnier schwärmte sie: „Es ist ein Highlight zum Ende des Jahres, um die grüne Saison zu beenden!“
Die Silbermedaille wurde Vorjahressiegerin Lilly Elisabeth Marquardt (Fehmarnscher Ringreiterverein e.V.) mit ihrem Dobby v. D-Day AT (Z.: Bernhard Wellers) um den Hals gelegt. Bronze gewann Florine Tesdorf (Reitgemeinschaft Hof Barkholz e.V.) mit Notre Petit v. Notre Baux (Z.: Heike Hörnlein).

 

Titelverteidigung geglückt
Den gefeierten und imposanten Höhepunkt des 58. Landesturniers in Bad Segeberg bildete traditionell der Aufmarsch der Pony-Reitabteilungen vor der altehrwürdigen Tribüne auf dem Landesturnierplatz. Im 31. Wettkampf um die Landes-Ponystandarte traten 13 Vereine aus ganz Schleswig-Holstein an. Der Reit- und Fahrverein Neuengörs u. Umg. e.V. mit Karin David-Studt verteidigte souverän seinen Titel des Vorjahres und nahm die Ponystandarte in Empfang. Zum siegreichen Vereinsteam gehörten Freda Bröcker mit Blueberry King, Jule Friedrichs mit Negra Veneziana, Karen-Sophie Lenhard mit River's flying steps AS, Karlotta Hillene Tonn mit Dark Toffee und Emma Sole Heß mit Marietta. Die Ponyreiter des Fehmarnschen Ringreitervereins e.V. folgten auf dem zweiten Platz, Team I des Pferdesport Granderheide e.V. belegte Rang drei.

 

Für die Zukunft
Tim Streichert vom Organisationsteam zog am Sonntagabend ein positives Fazit: „Das 58. Landesponyturnier ist bei bestem Herbstanfang erfolgreich zu Ende gegangen. Wir hatten an drei Tagen hervorragenden Sport: angefangen mit der Vielseitigkeit am Freitag, gefolgt von zwei Tagen Springen, Dressur, Fahren und Hobby Horsing. Und am Sonntagabend stehen wir hier nach dem traditionellen Aufmarsch der Vereine zufrieden und glücklich, auch über die vielen Besucher. Wir freuen uns, dass alle heil und gesund nach Hause gekommen sind und dass wir eine tolle Ponyförderung gesehen haben.“

 

Und so endet ein Landesponyturnier, das mit viel Liebe zum Detail und außergewöhnlichem ehrenamtlichen Engagement auf die Beine gestellt wurde. Im Rampenlicht stehen dabei die Kinder und Jugendlichen: Sie sollen mit ihren Ponys Turniersport erleben, Erfahrungen sammeln, Gemeinschaft erfahren und die Partnerschaft mit ihrem Pony weiter festigen. Denn sie sind die Zukunft des Pferdesports – und damit entscheidend für seinen Fortbestand. Genau dafür möchte der Reit- und Fahrverein Bad Segeberg u.U. e.V. mit seinem Landesponyturnier auch im nächsten Jahr den passenden Rahmen schaffen.

 

Weitere Informationen: www.rufv-segeberg.de

 

PM

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