Zum Tod der renommierten Sportjournalistin und Buchautorin
Mit großer Bestürzung hat Pferdesport Deutschland vom Tod der Journalistin und Buchautorin Evi Simeoni erfahren. Mit ihr verliert der Pferdesport eine der prägenden Stimmen des deutschen Sportjournalismus.
Die 1958 geborene Evi Simeoni begann ihre journalistische Laufbahn bei der Stuttgarter Zeitung, bevor sie 1981 zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) wechselte. Dort war sie mehr als vier Jahrzehnte als Redakteurin, stellvertretende Ressortleiterin und Reporterin tätig. Sie berichtete von Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften sowie zahlreichen weiteren internationalen Großereignissen. Zu ihren journalistischen Schwerpunkten gehörten die internationale Sportpolitik, der Kampf gegen Doping und der Pferdesport.
Mit ihren Reportagen und Analysen stand Evi Simeoni für faktenorientierten, unabhängigen Journalismus. Ihre Berichterstattung zeichnete sich durch Genauigkeit, Sachkenntnis und die Fähigkeit aus, komplexe Themen einzuordnen und verständlich zu machen. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Theodor-Wolff-Preis, dem Fair-Play-Preis im Sportjournalismus und dem Silbernen Pferd. Zweimal wurde sie zur „Sportjournalistin des Jahres“ gewählt.
„Mit Evi Simeoni verliert der Pferdesport eine herausragende Journalistin und einen außergewöhnlichen Menschen“, sagt Dr. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender von Pferdesport Deutschland. „Ich war immer ein großer Bewunderer ihrer Arbeit. Ihre Texte waren feinsinnig, hervorragend recherchiert und geprägt von großer Sachkenntnis. Sie hat kritisch hinterfragt und Missstände benannt, ohne jemals persönlich zu werden. Diese Haltung machte sie zu einer Ausnahmeerscheinung im Sportjournalismus. Über viele Jahre sind wir uns bei Championaten und zahlreichen Veranstaltungen begegnet. In Erinnerung bleiben mir besonders die vielen persönlichen Gespräche und Begegnungen am Rande der Turniere. Ihr Tod ist ein Schock. Der Pferdesport, der Journalismus und wir alle verlieren eine Persönlichkeit, die ihren Beruf mit Leidenschaft, Haltung und großer Glaubwürdigkeit ausgeübt hat.“
Für ihre Verdienste um den Pferdesport wurde Evi Simeoni 2022 im Rahmen der Stuttgart German Masters mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung würdigt Pferdesport Deutschland Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den Pferdesport verdient gemacht haben. Die Laudatio hielt damals Isabell Werth, die Simeoni als „herausragende Vertreterin ihres Fachs“ würdigte und ihre journalistische Arbeit als „feingeistig und immer faktenorientiert“ beschrieb.
Neben ihrer journalistischen Tätigkeit machte sich Evi Simeoni auch als Autorin einen Namen. Mit Büchern, Reportagen und Porträts erzählte sie Geschichten über den Sport und die Menschen dahinter – kenntnisreich, präzise und mit großer Leidenschaft. Gemeinsam mit Isabell Werth veröffentlichte sie 2018 die Biografie „Vier Beine tragen meine Seele“ und 2024 das Buch „Was für ein Mensch ist mein Pferd?“.
Mit Evi Simeoni verliert der Pferdesport eine Journalistin, die seine Entwicklung über Jahrzehnte aufmerksam begleitet, kritisch eingeordnet und weit über die Fachwelt hinaus sichtbar gemacht hat. Pferdesport Deutschland/Bo





























