Foto: Gesamtsiegerin Caroline Clemens erhielt von Sponsor Björn Waldbach nicht nur symbolisch einen Koffer - Sie geht auf Kreuzfahrt
Gesamtsiegerin der Waldbach-Tour 2026 gewinnt Kreuzfahrt
Stephanie Ahmann gewinnt das Finale beim AGRAVIS-Cup in Oldenburg
Es ist die Faszination Pferdesport, die Björn Waldbach nun schon seit fünf Jahren antreibt, die Tour für Amateure zu sponsern. Angefangen hat alles mit einem eher überschaubaren Starterfeld, inzwischen ist man auf dem Weg, die 200er-Marke zu knacken. „180 Paare sind in diesem Jahr am Start gewesen. Eine Entwicklung, die wir sehr begrüßen“, freut sich der Geldgeber.
Über zehn Stationen führte die Tour, die am Samstag mit dem Finale beim AGRAVIS-Cup in Oldenburg ihren Höhepunkt fand. Es war eine Springprüfung der Klasse S* mit Siegerrunde, es wurde eine Entscheidung zwischen sieben jungen Damen und ihren Pferden. Am Ende setzte sich Stephanie Ahmann (RFV Avenwedde) auf Silvertops Camina durch, die in Umlauf und Stechen fehlerfrei blieb und am Ende auch die Schnellste war.
„Sie ist eine Kämpfer-Prinzessin“, bescheinigte die Reiterin ihrer zehnjährigen Stute eine optimale Einstellung. „Sie möchte einfach immer auf die andere Seite.“ Soll heißen – jedes Hindernis überwinden. Am liebsten natürlich fehlerfrei. In Oldenburg gelang das den beiden in beeindruckender Manier. Dass dieser Triumph für Ahmann überraschend kam, wollte sie nicht unbedingt bestätigen. „Wir haben nicht damit gerechnet, wir haben uns aber schon was vorgenommen.“
In jedem Fall ritt die Amazone mit einem tollen Gefühl ein, „weil hier eine abnormale Atmosphäre ist“. Und sie ritt mit einem noch tolleren Gefühl wieder raus, „weil dies der erste Sieg in einem S-Springen mit Silvertops Camina war“. Vor Jahren feierten beide schon einmal eine Top-Platzierung, im Übrigen auch in Oldenburg. „In dieser Arena reiten zu dürfen, ist schon etwas ganz Besonderes und macht großen Spaß. Für uns Amateure bietet sich eine solche Gelegenheit ja nicht so oft.“
Zweite im Finale wurde Caroline Clemens (RFV Delbrück) auf Atropa Belladonna. Diese beiden hatten auch Parcours und Stechen fehlerfrei hinter sich gebracht, waren nur knapp zwei Sekunden langsamer als Stephanie Ahmann. Das dürfte vor allem die Reiterin locker verschmerzen können, hat sie sich doch den Sieg in der Gesamtwertung der Waldbach-Tour gesichert.
Als Zeichen, dass sie demnächst auf Tour geht, bekam sie von Björn Waldbach nicht nur symbolisch einen Koffer überreicht. Denn der Inhalt hatte es in sich: ein Reisegutschein für eine Kreuzfahrt auf der Aida. „Das soll die Belohnung für eine anstrengende Saison sein, die sich die Siegerin dieser Tour ganz sicher verdient hat“, freute sich Waldbach mit Caroline Clemens.
Taktisch klug verhielt sich Maleen Arns-Krogmann (RuFV Lohne). Sie hatte auf Kick it like Emerald im ersten Umlauf einen Fehler und ging als einzige mit vier Punkten belastet ins Stechen. Daher drückten beide direkt gewaltig auf die Tube, kamen schnell und fehlerfrei durch und landeten letztlich auf Rang drei. Denn alle übrigen vier Finalteilnehmerinnen gingen zwar unbelastet in die Entscheidung, kamen aber nicht ohne Abwurf wieder raus. Und sie waren eben langsamer als Arns-Krogmann und ihr „Emerald“.
Es war eine Finalprüfung, die alle Erwartungen erfüllte. Großer Sport, fairer Parcours. Auch manche Enttäuschungen waren dabei. In jedem Fall ein Finale der Waldbach-Amateur-Tour, die im kommenden Jahr auf Ausgabe Nummer sechs zusteuert. Am Geldgeber soll es nicht liegen, an Starterinnen und Startern ganz sicher auch nicht.
PM





























